Stadtgeschehen

Gerresheim: Wo der Teufel große Sprünge macht

Jan Wucherpfennig · 16.03.2020

© Bettina Schipping

© Bettina Schipping

Unsere Libelle-Familienführung geht dieses Mal durch Gerresheim.

Gerresheim ist ein sehr bekannter Stadtteil Düsseldorfs, zweifellos. Einer mit Tradition, Industriegeschichte und Altstadtkultur. Klar, dass Libelle und Stadtbilderklärer Jan Wucherpfennig euch auch hier eine Familienführung anbieten! Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Gerresheim eine eigenständige Stadt mit einer bewegten Geschichte. Die kleine Ansiedlung im Osten Düsseldorfs rund um die 1236 eingeweihte Stiftskirche durchlebte turbulente Zeiten – von ungarischen, holländischen und schwedischen Truppen geplündert, von einem liebeskranken Erzbischof heimgesucht und von einem Bremer Fabrikantensohn aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Mit ihm kamen Arbeiter aus dem Osten Europas und aus Frankreich. Zusammen mit dem Düsseldorfer Platt, entwickelten sich deren Sprachen zu einem ganz eigenen Dialekt, dem Hötter Platt, den außerhalb Gerresheims niemand verstand und heute fast keiner mehr spricht. Ein Ortsteil mit Geschichte und Geschichten, die zu erzählen es wert sind. Beispiel? Die spätromanische Kirche St. Margareta, in der sich heute noch wertvolle Kunstwerke wie ein uraltes Holzkreuz (10. Jahrhundert) besichtigen lassen, konnte nur aufgrund einer teuflischen Wette gebaut. Das hat der Bauherr Gerricus im 13. Jahrhundert geschickt eingefädelt, und der Leibhaftige fiel darauf buchstäblich herein.
Familienführung
Gerresheim: Wo der Teufel große Sprünge macht
 
Ab 0 Jahren
Sonntag, 15.03.2020, 11.30 Uhr
Treffpunkt: Aloys-Odenthal-Platz, Düsseldorf-Gerresheim
Unkostenbeitrag: 12 Euro pro Familie (Eltern mit Kindern), Einzelpersonen 7 Euro
Anmeldung bis Do., 12.03.
Tel.: 0177.484 26 59
Mail: info@derstadtbilderklaerer.de

www.derstadtbilderklaerer.de

Tags: Familienführung , Gerresheim

Kategorien: Stadtgeschehen