Stadtgeschehen

Gemeinsam leben

Nadine Lente · 26.06.2018

© Agentur Baganz

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Der neue Sozialpreis der 1871 gegründeten Großbäckerei Mestemacher trägt den Titel „Gemeinsam leben“. Bewerben kann man sich noch bis zum 31. Juli.

Ausgezeichnet werden offene Lebensmodelle, in denen Menschen füreinander da sind, sich gegenseitig fördern und demokratisch miteinander umgehen. Neue offene Lebensmodelle sind zum Beispiel die Großfamilie, das Mehrgenerationenhaus, die Wohngemeinschaft, religiös-liberale Einrichtungen zur Förderung von religiöser Gleichstellung oder Gentlemen’s Clubs, die Frauen als Mitglieder zulassen.

In der Großfamilie unterstützen sich Kinder, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Die Angehörigen leben unter einem Dach, organisieren gemeinsam das Alltagsleben und bringen sich als Gemeinschaft voran. Aufeinander ist Verlass und es gibt Netze mit doppeltem Boden. Kooperationspartner der Großfamilie sind u.a. familienergänzende Organisationen wie Krippen, Kitas, Ganztagsschulen, Arbeitgeber und Pflegedienste. Im Mehrgenerationenhaus sind Seniorenzentrum, Bildungszentrum und Kindertagesstätte unter einem Dach vereint. Es gibt z.B. gemeinsam genutzte Versorgungseinrichtungen und Plätze, wo sich Jung und Alt z.B. zu Live-Musik, Kinderschminken, Theater der Generationen versammeln.

Wohngemeinschaften sind typologisch Wahlverwandtschaften. Sie existieren als studentische Wohngemeinschaft, Wohngemeinschaft mehrerer Familien, als Wohngemeinschaft mehrerer Fach- und Führungskräfte in der Zweitwohnung am Arbeitsort oder als Wohngemeinschaft von Freunden und Freundinnen. Das gemeinsame Leben in der Gesellschaft, in der Familie und in der Partnerschaft ist das verbindende Merkmal neuer offener Lebensmodelle.

Die ersten Preisträger 2017 waren die Großfamilie Fritsch aus Rheda-Wiedenbrück, der Übersee-Club e.V. Hamburg, das Mehrgenerationenhaus Pusteblume in Halle-Saale und das Wohnprojekt Marthastraße aus Nürnburg. Zu gewinnen gibt es auch 2018 viermal 2.500,- €, es werden wieder vier Gewinnerinnen bzw. Gewinner ausgezeichnet. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31. Juli. Es können sowohl Einrichtungen empfohlen werden als auch eigene Bewerbungen von Gruppen und Einzelpersonen abgegeben werden. Weitere Infos und die Bewerbungsunterlagen zum Herunterladen findet man unter www.mestemacher.de/social-marketing/gemeinsam-leben.

Die Mestemacher-Gruppe ist ein traditionsbewusstes Familienunternehmen mit einem bewusst nach vorne gerichteten Blick. Die Unternehmens-Gruppe hat sich auf pasteurisierte Brotprodukte mit einer natürlichen langen Genussfrische in ungeöffnetem Zustand spezialisiert. Die klassischen deutschen Vollkornbrote und Pumpernickel werden in über 80 Länder der Erde exportiert. In dieser Marktnische ist Mestemacher Weltmarktführer. In der Tochtergesellschaft Aerzener Brot und Kuchen GmbH hat sich die Mestemacher-Gruppe spezialisiert auf tiefgekühlte Kuchenschnitten nach Konditorenart, Knäckebrote und Knäckesnacks aus bestem Vollkornmehl gebacken und mit feinen Zutaten veredelt.

Eigentümerfamilien der Mestemacher-Gruppe sind Albert und Prof. Dr. Ulrike Detmers sowie Fritz und Helma Detmers zu jeweils 50 %. Mestemacher ist mit seinen sozialen Projekten weltweit der einzige Hersteller von Brot und Backwaren, dessen Unternehmenskultur und -ethik durch die Integration von Brot, Kunst und Gleichstellung geprägt ist.

Von Prof. Dr. Ulrike Detmers, Initiatorin Mestemacher Preis „Gemeinsam leben“

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