Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist Praxistauglich

Libelle · 14.01.2019

Zum Jahresabschluss blicken wir gemeinsam mit SPD-Ratsfrau Ursula Holtmann-Schnieder (63), die Vorsitzende der Lenkungsgruppe der Lokalen Agenda 21 ist, auf zwölf Libelle-Ausgaben mit einer Vielzahl an nachhaltigen Themen zurück.

Wie kam es zur Idee, ein Jahr lang regelmäßig in der Libelle über nachhaltige Themen zu berichten?

Ursula Holtmann-Schnieder: Bei einer Informationsveranstaltung zur Lokalen Agenda sprach uns der Libelle-Herausgeber Frank Walber auf eine mögliche Kooperation an. Die Idee, nachhaltige Themen und Ideen so zu präsentieren, dass sie auch für Familien in all ihrem Stress und der Hektik im Alltag umsetzbar und praktikabel sind, hat uns alle begeistert. Und so haben wir rasch einen gemeinsamen Themenplan erarbeitet.

Welche Themen haben Sie besonders angesprochen?

Ich habe alle Beiträge sehr gern gelesen. Da der Schwerpunkt der Lokalen Agenda dieses Jahr auf dem nachhaltigen Konsum liegt, haben mich die Texte zu Secondhand-Kleidung, Tauschbörsen oder beispielsweise Hofflohmärkten besonders gefreut. Die Libelle gibt Familien zu solchen Themen übersichtliche und ganz konkrete, praxistaugliche Hinweise. Aber auch die Vorstellung der Urdenbacher Kämpe zur Apfelernte hat mir sehr gefallen – da haben wir in Düsseldorf wirklich einen ökologischen Schatz und einen tollen Ausflugsort für Familien.

Was nehmen Sie persönlich aus dem Libelle-Nachhaltigkeitsjahr mit?

Dieses Themenjahr war eine tolle Sache und es ging dabei um ein wichtiges Thema. In Erinnerung bleibt mir sicher auch der Einblick aus dem „Innenleben“ der Libelle, als es zum Beispiel um das Bambustoilettenpapier ging. Hier wurde sehr richtig dargestellt, dass dies zwar aus einem schnell nachwachsenden Rohstoff hergestellt wird, aber aus anderen Gründen nicht nachhaltiger zu bewerten ist als Recyclingpapier. Dass die Libelle solche Überlegungen aus dem eigenen Büroalltag transparent teilt, ist überzeugend und gibt gute Denkanstöße.

Welche guten Vorsätze haben Sie für 2019?

Wir werden das Thema des nachhaltigen Konsums weiter verfolgen, die Veranstaltungen dazu sind immer erfreulich gut besucht. Düsseldorf ist schließlich sogar zertifizierte Fairtrade-Town, trotzdem gibt es leider viele Konsumangebote, die sehr schnell im Müll landen. Es ändert sich aber erfreulicherweise auch was: Neulich habe ich zum Beispiel in einem Supermarkt wiederverwendbare Netze für das Obst vorgefunden. Persönlich möchte ich meinen Müll noch mehr reduzieren, noch bewusster einkaufen, Reste gut verwerten und weiterhin generell mit dem öffentlichen Verkehr in die Innenstadt fahren.

Tags: Nachhaltigkeit, Politik

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