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Zu weit weg

Peter Hoch · 12.02.2020

© Weydemann Bros. GmbH – Monika Plura

© Weydemann Bros. GmbH – Monika Plura

Der Verlust der Heimat und der Wert einer Freundschaft bilden das thematische Herz dieses in und um Düren gedrehten Kinderfilms.

Voller Wehmut verabschiedet sich der zwölfjährige Ben von seinen Fußballfreunden. Er, seine Schwester und seine Eltern ziehen um, nicht ganz freiwillig allerdings, denn ihr Dorf muss dem Braunkohletagebau weichen. Das Haus, in das sie umgesiedelt werden, ist zwar viel moderner, die alte Heimat vergisst man aber nicht und neu Fuß fassen ist schwer. An der neuen Schule und im neuen Fußballverein wird Ben dann auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen – ein Schicksal, das er bald darauf mit einem weiteren Neuankömmling teilt: Auch Tariq hat seine Heimat in Syrien verlassen müssen und obwohl sein Schicksal als unbegleiteter Flüchtling deutlich tragischer ist als Bens, befinden sie sich doch in einer ähnlichen Lage. Langsam freunden die beiden sich miteinander an und allmählich verbessert sich auch das Verhältnis zu den anderen Mitschülern. Die sommerliche Geschichte wirkt nicht nur, weil sie in und um das nahe Düren gedreht wurde, wie aus dem Leben gegriffen und bringt schon Grundschülern aktuelle Themen verständlich näher. Dabei kommt sie zwar ohne größere Höhepunkte aus, langweilt aber nicht.

Zu weit weg

Kinostart: 12. März
Regie: Sarah Winkenstette
Mit: Yoran Leicher, Sobhi Awad, Anna König u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Libelle-Empfehlung: ab 7 Jahren

Tags: Familienfilm , Fußball

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