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Wir Eltern

Peter Hoch · 12.03.2020

Eine Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs als Thema einer lehrreich-unterhaltsamen Beinahe-Dokumentation für alle Eltern.

Vero und Michael fechten täglich einen Kampf aus, den viele Eltern kennen. Denn ihre 18 Jahre alten Zwillinge Romeo und Anton leben nur noch in den Tag hinein, schwänzen die Schule, verhalten sich respekt- und rücksichtslos und reagieren weder auf Kritik noch Strafen. Als sie vom Opa auch noch eine hohe Geldsumme erben, spitzt sich die Lage zu. Zusammen mit dem bisher „unverdorbenen“ jüngsten Sohn Benji beziehen Vero und Michael eine andere Wohnung, um ihre Ehe zu retten – und übersehen bei ihrem vermeintlichen Sieg ihre erzieherische Niederlage. Nicht nur in den eingestreuten Szenen, in denen renommierte Pädagogen lehrreich zu Wort kommen, wirkt „Wir Eltern“ oft wie eine Dokumentation. Tatsächlich sind Handlung und Figuren frei erfunden, wenn auch, mit Ausnahme von Mutter Vero, mit der eigenen Familie der Filmemacher in den Hauptrollen besetzt. Das Gezeigte spiegelt aber, in überspitzter Form, die Alltagswirklichkeit vieler Familien wider, von dramatisch ehrlich über tragikomisch bis zu anstrengend. Ganz so, wie das Leben selbst – hier auf Schweizerdeutsch mit Untertiteln.

 

Wir Eltern

Kinostart: 9. April
Regie: Ruth Schweikert, Eric Bergkraut
Mit: Eric Bergkraut, Elisabeth Niederer, Orell Bergkraut u. v. a.
Libelle-Empfehlung: für Eltern

Tags: Elternfilm

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