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Wiedersehen mit Hotzenplotz

Fiona Dahmen · 26.06.2018

© Libelle

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Hilfe! Der Räuber Hotzenplotz ist wieder frei! Ein Glück geht da immer eine gute Geschichte ins Kriminalregister ein – so auch mit Band 4.

Er ist einfach unverbesserlich! Aber wer will auch wirklich, dass der Räuber Hotzenplotz brav und fromm eine Kneipe eröffnet, wie er es am Ende des bisher letzten Bandes angekündigt hat? Zumindest ein Weilchen hat er sich gut benommen, hat es sich bequem gemacht auf dem staubigen Dachboden seines Autorenvaters, Otfried Preußler. Dort fand ihn Preußlers Tochter, Susanne Preußler-Bitsch, pustete ihm den Staub vom Hut und half ihm beim Gefängnisausbruch. Sie hatte das Theaterstück Der Räuber Hotzenplatz und die Mondrakete entdeckt, eine Geschichte, die auf den ersten Blick noch ganz unbekannt war: Die Freunde Seppel und Kasperl erfahren, dass Hotzenplotz wieder sein Unwesen treibt und fassen einen verrückten Plan: Sie wollen ihn ein für allemal auf den Mond schießen! Kurzerhand schrieb Preußler-Bitsch das Stück mithilfe des Illustrators Thorsten Saleina zu einem vierten Hotzenplotz-Kinderbuch um. Die Welt freut sich, den Räuber wieder auf freiem Fuß zu sehen, auch wenn sich herausstellte, dass das Theaterstück vor vielen, vielen Jahren doch schon einmal auf einer vergessenen Bühne war. Aber gute Geschichten verjähren ebensowenig wie Hotzenplotz’ Verbrechen!

Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete
erzählt von Susanne Preußler-Bitsch
Thienemann-Verlag 2018
ISBN 978-3-522-18510-3
ca. 12 Euro

Tags: Hotzenplatz

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