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Supa Modo

Peter Hoch · 20.03.2019

Jo lebt in Kenia und ist unheilbar krank. Um ihr eine Freude zu machen, spannt ihre ältere Schwester Mwix das halbe Dorf ein.

Für die kleine Jo gibt es nichts Großartigeres als die Superhelden des Kinos. Das können die Rollen von Kampfsportfilm-Ikonen wie Jackie Chan sein oder auch Comic-Heroen wie Iron Man und Co. Ihre ältere Schwester Mwix und ihre Mutter freuen sich über die Leidenschaft der Neunjährigen, und sind doch unendlich traurig. Denn Jo ist unheilbar krank und wird bald sterben, was sie selbst sich jedoch nur selten anmerken lässt. Mit Hilfe weiterer Bewohner ihres staubigen kenianischen Dorfes ersinnt Mwix irgendwann liebevoll einige Tricks, um Jo ihren Traum zu erfüllen, Superheldin zu sein. Das lässt sie Salzstreuer wie von Geisterhand bewegen, Fußballtore schießen und sogar Ganoven durchs Fenster schleudern. Eine besonders wichtige Rolle spielt schließlich aber der Dreh eines Films im Film, der das todgeweihte Mädchen wahrlich unsterblich werden lässt. Kindern ab etwa zehn Jahren und ihren Eltern bietet das Drama nicht nur eine altersgerechte Auseinandersetzung mit den schwierigen Themen Krankheit und Tod, sondern auch Einblicke in das Leben im ländlichen Kenia und eine Liebeserklärung an das Medium Film.

Kinostart: 18. April
Regie: Likarion Wainaina
Mit: Stycie Waweru, Marrianne Nungo, Nyawara Ndambia u. v. a.
Libelle-Empfehlung: ab 10 Jahren

Tags: Film , Film Besprechung , Filmstart April 2019 , Kino

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