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Romys Salon

Peter Hoch · 10.02.2020

© Elmer van der Marel

© Elmer van der Marel

Großeltern mit Demenz: Die niederländische Kinderbuchadaption nimmt sich dieses sensiblen Themas würdevoll und altersgerecht an.

Stine ist mit ihrer barschen Art nicht unbedingt die gutmütige Oma mit Verwöhnprogramm, die man sich als Enkelkind so wünscht. Das empfindet auch die zehnjährige Romy so, liebt sie aber natürlich trotzdem – und umgekehrt – wenn sie nach der Schule in deren Friseursalon die Zeit überbrückt, bis ihre Mutter von der Arbeit kommt. Das Mädchen unterstützt die Großmutter im Laden und bemerkt dabei eines Tages, dass Stine Probleme bei der Tageskassenabrechnung hat. Immer häufiger spricht die Seniorin von ihrer Kindheit oder in ihrer dänischen Muttersprache und bald wird klar, dass sie an einer schnell fortschreitenden Demenz erkrankt ist, was ihr in lichten Momenten schwer zu schaffen macht. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, fasst Romy einen nicht ganz ungefährlichen Entschluss. Wie der als Vorlage dienende Roman der niederländischen Autorin Tamara Bos erzählt auch der Film von einer schwierigen Situation, mit der viele Kinder irgendwann konfrontiert werden. Großeltern mit Demenz ist ein sensibles Thema, hier wurde es respektvoll, kitschfrei und altersgerecht umgesetzt.

Romys Salon

Kinostart: 30. Januar
Regie: Mischa Kamp
Mit: Vita Heijmen, Beppie Melissen, Noortje Herlaar u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 6 Jahren

Tags: BosBros / Leitwolf 2020 , Demenz , Kinderfilm , Realverfilmung

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