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Neuer Lesestoff

Anke Strotmann · 27.10.2021

© David Böhm

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In andere Welten versinken und mit mutigen Heldinnen und Helden auf eine Reise gehen – das ist es, was Lesen ausmacht. Jetzt gibt es prämierten Nachschub! Am vergangenen Freitag wurden fünf Bücher mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 ausgezeichnet.

In der Sparte Bilderbuch ist „Unsichtbar in der großen Stadt“ des kanadischen Autors und Illustrators Sydney Smith der Sieger. Es erzählt die Geschichte eines Kindes, das an einem Wintertag allein durch die Großstadt streift. Voller verborgener Andeutungen spricht es mit einem rätselhaften „Du“. Um wem es sich dabei handelt, erschließt sich den Lesenden erst am Ende des Buches.



„Irgendwo ist immer Süden“ von Marianne Kaurins wurde als bestes Kinderbuch ausgezeichnet. Der Roman erzählt die Geschichte von Vilmer und Ina, die die Sommerferien in ihrer Sozialsiedlung verbringen. Durch die Entdeckung eines geheimen Ortes gelingt es den beiden, sich ihren eigenen „Süden“ zu zaubern.



In der Sparte Jugendbuch konnte sich die ergreifende Graphic Novel „Sibiro Haiku“ durchsetzen. Jurga Vilė erzählt aus der Perspektive des 13-jährigen Algis die Deportation litauischer Familien in ein Lager in Sibirien im Jahre 1941.

Gewinner in der Kategorie Sachbuch ist „100 Kinder“ von Christoph Drösser, illustriert von Nora Coenenberg. Die beiden beleuchten exemplarisch das Leben und die Lebensumstände der rund zwei Milliarden Kinder weltweit. Das Buch besticht durch eine klug abgestimmte Kombination aus Texten, Illustrationen und Infografiken und regt zum Hinterfragen an.



Das Preisbuch der Jugendjury „After the Fire“ rückt Kinder in den Blick, die in einer Sekte aufwachsen. Durch einen verheerenden Brand in der Basis der „Legion Gottes“ findet die 17-jährige Moonbeam den Weg in die Welt außerhalb der Sekte.

Der Sonderpreis Gesamtwerk geht an Gudrun Penndorf. Sie wurde für die Übersetzungen von Comics wie Asterix und Lucky Luke für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Übersetzerin Lena Dorn bekam den Preis „Neue Talente“.

Tags: Bücher , Lesen

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