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Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums

Peter Hoch · 16.04.2018

© Universum Film

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In der soliden Filmversion des gleichnamigen Kinderbuchs locken zwei Brüder ihre Eltern mit einem fingierten Hausgewinn nach Finnland.

Schon zu Filmbeginn ist klar: Familie Pekkanen befindet sich zwar im malerischen Finnland und es sieht nach herrlichen Sommerferien aus, die Rahmenbedingungen sind jedoch alles andere als rosig. Der zehnjährige Matti, sein kleiner Bruder Sami und die Eltern haben nämlich weder eine Bleibe noch Geld oder ganz allgemein eine Perspektive – ein Resultat verschiedener Ereignisse, deren Verlauf Matti im Rückblick erzählt. Der Junge hat es den Erwachsenen gleichgetan, die den Kindern in der Vergangenheit mehrere „Notlügen“ aufgetischt haben, und Mutter und Vater weisgemacht, dass sie in einem Preisausschreiben ein Haus in Finnland gewonnen hätten. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Salah Naoura und geht das Thema „Lügen und die Folgen“ auf altersgerechte Weise an. Dabei spart er auch soziale Probleme nicht aus, mit denen die Familie in den ersten beiden Handlungsdritteln in Hamburg konfrontiert wird, tut dies aber auf lakonisch-verschmitzte Art, was gut zu Mattis Leidenschaft für die finnische Heimat seines Vaters passt, die der Junge so gerne einmal sehen würde.

Kinostart: 19. April
Regie: Stefan Westerwelle
Mit: Mikke Emil Rasch, Nick Holaschke, Tommi Korpela u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 6 J.

 

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