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Fridas Sommer

Peter Hoch · 28.06.2018

© Avalon Distribución

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Nach dem Tod ihrer Mutter wird Frida liebevoll von Verwandten aufgenommen. Ihr Verlust macht der Sechsjährigen jedoch schwer zu schaffen.

Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die sechsjährige Frida in die Obhut ihrer Tante und ihres Onkels. Es ist Sommer im Spanien des Jahres 1993 und das Mädchen wird von den beiden liebevoll neben ihrer eigenen Tochter, der zwei Jahre jüngeren Anna, in der Familie aufgenommen. Doch der Verlust, den Frida so jung erfahren musste, hat ihr schwer zugesetzt. So kommt es, dass sie immer häufiger auf stur schaltet und Machtspielchen mit ihren neuen Eltern spielt. Als Frida ihren Schmerz aber sogar an der kleinen Cousine auslässt, die sie in manchen Momenten als Nebenbuhlerin wahrnimmt, wird das Zusammenleben immer komplizierter. Carla Simón, deren Eltern an Aids starben, hat mit diesem Drama Teile ihrer eigenen Kindheit verfilmt. Im Vordergrund steht der wechselhafte Gemütszustand des verstörten Mädchens, den die Regisseurin in Bildern wie aus Kinderaugen betrachtet nachvollziehbar macht. Trotz der jungen Protagonistin ist „Fridas Sommer“ somit kein Kinder-, sondern ein ernster Familienfilm, der Themen wie Tod, Verlust und das Einleben eines Kindes in ein neues Umfeld sensibel behandelt.

 

Kinostart: 26. Juli
Regie: Carla Simón
Mit: Laia Artigas, Paula Robles, Bruna Cusí u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 12 Jahren

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