Lesen Hören Sehen

Die Grundschullehrerin

Peter Hoch · 11.02.2018

© Studio Canal

© Studio Canal

Eine Grundschullehrerin verliert über ihre Sorge für einen vernachlässigten Schüler die Bedürfnisse ihres eigenen Sohns aus den Augen.

Florence ist Lehrerin an einer französischen Grundschule und lebt für ihren Job. Berufliches und Privates liegen bei ihr so nah beieinander, dass sie sogar in einem Apartment innerhalb des Schulgebäudes wohnt und auch ihren zehnjährigen Sohn Denis in ihrer aktuellen Klasse unterrichtet. Der ist zwar ein guter Schüler, leidet jedoch darunter, dass seine Mutter für andere Kinder mehr Zeit hat als für ihn, und würde gern für ein Jahr zu seinem Vater nach Indonesien ziehen. Die Stimmung in der Familie verschlechtert sich noch, als Florence sich um Sacha kümmert, einen schmuddeligen und verhaltensauffälligen Jungen aus der Parallelklasse, der von seiner Mutter tagelang allein gelassen wird. Schon diese Zusammenfassung zeigt: „Die Grundschullehrerin“ richtet sich in erster Linie an Erwachsene. Trotz der gut recherchierten, lebensnahen Schilderung der Situation an der Schule, an der Florence sich neben ihrer normalen Arbeit um Kinder mit Lernbehinderung sorgt, werden sich bestenfalls ältere Jugendliche für die etwas umständlich erzählte Nebenhandlung um Florences Privatleben interessieren. 

https://www.youtube.com/watch?v=6AVYpP-QRVM

Kinostart: 15. Februar
Regie: Hélène Angel
Mit: Sara Forestier, Ghillas Bendjoudi, Vincent Elbaz u. v. a.
FSK-Freigabe: stand bei Redaktionsschluss nicht fest, Libelle-Empfehlung: ab 12 J.

Tags: Kinofilm

Kategorien: Lesen Hören Sehen