Lesen Hören Sehen

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Peter Hoch · 13.11.2019

© Frédéric Batier/Sommerhaus/Warner

© Frédéric Batier/Sommerhaus/Warner

Der Kinofilm nach Judith Kerrs Kinderbuchklassiker erzählt eine wahre Flüchtlingsgeschichte aus der Zeit des Dritten Reichs.

Basierend auf ihren eigenen Kindheitserlebnissen schrieb die im Mai verstorbene Autorin Judith Kerr 1971 den Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Drei Jahre später erhielt sie dafür den Deutschen Jugendliteraturpreis, bis heute wurden alleine bei uns rund eineinhalb Millionen Exemplare verkauft. Nach einem Fernsehfilm von 1978 folgt nun die erste Adaption fürs Kino. Erzählt wird aus der Kindersicht der neunjährigen Anna Kemper, wie ihr Schriftstellervater wegen seiner jüdischen Wurzeln und politischen Aktivitäten 1933 vor den Nationalsozialisten aus der Berliner Heimat nach Frankreich flüchten muss und die Familie bald darauf nachholt. Dabei entsteht nicht nur ein schon für Grundschulkinder geeigneter Einblick in die damaligen Ereignisse, es wird auch – höchst aktuell – verständlich gemacht, was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein. Der komplette Film war bis Redaktionsschluss nicht zu sehen, dass aber Caroline Link („Jenseits der Stille“, „Nirgendwo in Afrika“, „Der Junge muss an die frische Luft“) Regie führte, stimmt zuversichtlich, dass der Bestseller feinfühlig und sehenswert umgesetzt wurde.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Kinostart: 26. Dezember
Regie: Caroline Link
Mit: Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Einschätzung: ab 9 Jahren

Tags: Caroline Link , Flüchtlinge , Judith Kerr , Kinderfilm , Realfilm

Kategorien: Lesen Hören Sehen