Kultur

Lichtkunst im Park

Reaktion · 09.09.2019

© Privat

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Auch in diesem Jahr lädt Schloss Dyck wieder zum Lichtfestival ein. Besucher dürfen sich auf ein spätsommerliches fantasievolles Erlebnis von Lichtkunst freuen.

200 Jahre Schloss- und Park-Geschichte passieren Revue, Wolken tanzen zu Musik, Schmetterlinge flattern in die Welt hinaus, Lichtsäulen singen im Chor und man kann im Wald baden. Das alles dank überwältigender Lichtkunst von Künstlern aus Europa, die Schloss und Park auf einzigartige Weise illuminieren und einladen zu einer Reise durch eine fantastische Landschaft. Auch in diesem Jahr lädt Schloss Dyck wieder zum Lichtfestival ein. Besucher dürfen sich auf ein spätsommerliches fantasievolles Erlebnis von Lichtkunst freuen, bei dem sie lustvoll auf einem zehn Stationen zählenden Lichtparcours von Kunstwerk zu Kunstwerk schlendern und sich ganz den reizvollen Illusionen hingeben können.

Entrücken, entspannen, schweben
Highlight des Lichtfestivals im wahren Sinne des Wortes ist die Ostfassade des Hochschlosses: 200 Jahre Schloss- und Park-Geschichte passieren dort anlässlich des 200. Jubiläums des Englischen Landschaftsgartens per Projektion Revue und machen den Betrachter quasi zum Zeitzeugen. An anderer Stelle ist Party angesagt. Auch die Bäume feiern das Parkjubiläum – Mitfeiern erwünscht! Bei „Sounds of the Sky“ gibt DJ Daniel Kurnizcak den Ton an, und lässt die Wolken wie auf einer Party zu den Klängen der Musik tanzen. Gleich zu Beginn des Parcours heißt es „Ich seh den Sternenhimmel“, denn den haben die Lichtkünstler von Lumen in Art ins Gewächshaus gezaubert. Kehrt man aus himmlischen Regionen zurück zur Erde, lädt der Japanische Garten ein zum entspannenden Eintauchen in „Shinrin-Yoku“, ein Bad im Wald, dem Japaner eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschreiben. Licht kann auch musikalisch. Das beweist uns Stefano Massanti aus Italien mit seinem „Chorus of Light“ – einem Konzert, bei dem 24 Lichtsäulen zu Mitgliedern eines Chores werden und ihren Gesangspart zum musikalischen Gesamtwerk beitragen.

Natürliche Illusionen
Als „Nature enlightened“ präsentiert sich der Blick von der Schlossbrücke in den angrenzenden Wald, wo Lichteffekte eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Natur steht auch bei der Lichtkreation der Polin Anna Gallas im Fokus. Die von Menschenhand zerstörte Natur ergreift im Zentrum des Schlossparks die Initiative und erobert ihr Terrain zurück. Dabei helfen ihr zauberhafte Invasoren in Gestalt leuchtender Schmetterlinge – Symbol für die Kräfte der Natur. Sie steigen aus den Rissen im Erdboden auf und flattern hinaus in die Welt. Inspiriert von Leonardo Da Vincis vitruvianischem Menschen mit seinen idealisierten Proportionen schuf der Italiener Scena Urbana den „L’humo Perfetto“. Diese zeitgenössische künstlerische Interpretation des Da Vinci Werkes stellt den Menschen in Aktion in räumlicher Dreidimensionalität dar, wobei auch die zeitliche Dimension zum Tragen kommt. Das ästhetische Ergebnis des gekonnten Zusammenspiels von Infrarot-Scanning und algorithmischer Bildbearbeitung.

Sinnliches für die ganze Familie
Die Familie – eine natürliche Form des menschlichen Zusammenlebens – ist Thema der „Family Idea“ von Ron Haselden. Er schafft aus Familienzeichnungen von Kindern eine internationale Familie. Bei jedem Festival gibt es Zuwachs. Entsprechend wird auch anlässlich des Lichtfestivals in Schloss Dyck eine neue regionale Familie in den Schoß der internationalen Familie aufgenommen. Appetit und Durst sind natürlich real und keine Illusion. Deshalb rundet das kulinarische Angebot der Stiftung Schloss Dyck auf dem Vorplatz der Orangerie das sinnliche Abendvergnügen ab.

Lichtfestival Schloss Dyck 2019

Freitag, 6. September, bis Sonntag, 15. September
Jeweils 20 bis 24 Uhr (Einlass 18 bis 23 Uhr), Spielbeginn bei Einbruch der Dunkelheit
Freier Eintritt für Kinder bis einschließlich sechs Jahren sowie Jahreskartenbesitzer und Inhaber der Düsseldorfer Artcard
Parkplätze kostenfrei

Stiftung Schloss Dyck
Schloss Dyck
41363 Jüchen

https://www.stiftung-schloss-dyck.de/

Tags: Lichfestival , Stiftung Schloss Dyck

Kategorien: Kultur