Kultur

Ganz schön gemein

Nadine Lente · 16.04.2018

© Thomas Rabsch

© Thomas Rabsch

Ende April feiert das neue Stück für Kinder ab acht Jahre „Die größte Gemeinheit der Welt" seine Uraufführung im Jungen Schauspiel an der Münsterstraße.

Das Leben ist ziemlicher Bockmist, findet die neunjährige Tilla. Vor zwei Jahren hat bei ihr mit dem Tod ihres älteren Bruders David „die größte Gemeinheit der Welt“ eingeschlagen. Das ist dann auch der Titel des neuen Stückes vom Jungen Schauspielhaus, das am 22. April sein Uraufführung an der Münsterstraße hat.

Der preisgekrönte Dramatiker Dirk Laucke hat für das Junge Schauspiel sein erstes Stück für Kinder geschrieben und zeigt darin, wie wichtig es ist, einfach mal miteinander zu reden. Das zeigt er am Beispiel von Tillas Familie: Seit dem Tod des Bruders ist hier einfach alles anders, eine Gemeinheit jagt die nächste. Zu Hause herrscht nur noch Chaos. Ihr Vater ist auf einem Selbstfindungstrip und quält Tilla deswegen mit Yoga und gesundem Frühstück. Ihre kleine Schwester Mimi dagegen darf so viel Eis essen, wie sie möchte. Nur weil die Mumps hat! Ihre Mutter ist fast nie zu Hause, und wenn, streitet sie mit Papa, weil er Mimi die Sache mit dem Tod erst erklären will, wenn sie älter ist. Bis dahin soll niemand darüber reden. Klar, dass Tilla das beknackt findet. Und so rutscht es ihr eines Tages heraus: David ist in „Totenhausen“.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien schlägt die Gemeinheit wieder zu, und Tilla bricht sich das Bein. War klar. Ihre Freunde Fonso und Yakup holen Tilla deshalb mit einem Einkaufswagen ab, um mit ihr zur lang ersehnten Comic-Convention zu gehen. Doch was machen sie mit Mimi, auf die sie eigentlich aufpassen müssten? Zum Glück ist Mimi bestechlich, und so wird sie am nahegelegenen Eisstand geparkt. Wie es das Prinzip der Gemeinheit vorgibt, wird beim Abholen Mimis klar: Das kleine Mädchen ist weg – und sucht den Weg nach Totenhausen.


Die größte Gemeinheit der Welt

Uraufführung
Sonntag, 22.04.2018, 16 Uhr, ab acht Jahren

Junges Schauspiel
Münsterstraße 446, Düsseldorf-Rath

Kategorien: Kultur , Stadtgeschehen , Ausflugsziele