Freizeit

Steinzeitspielplatz eröffnet

Libelle · 02.07.2020

© Kreis Mettmann

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Nach längerer Bauphase eröffnet zu den Sommerferien der neue Steinzeitspielplatz im Neandertal. Er lädt zu urzeitlichen Abenteuern ein.

Eine großes Einweihungsfest kann leider nicht stattfinden, aber in den Sommerferien soll der neue Steinzeitspielplatz im Neandertal alle Kinder zum Spielen und Toben einladen – über eine Möglichkeit, wie der zu erwartende Ansturm sinnvoll zu lenken ist, wird beim Kreis Mettmann derzeit noch nachgedacht. Gegenüber vom Neanderthal Museum gelegen, nimmt die urzeitlich gestaltete Anlage das Thema des Tals auf und zeigt es so, wie es vor dem Abbau des Kalkstein mal ausgesehen haben kann. An den Planungen zum Spielplatz waren Kinder beteiligt, bei denen der Steinzeitgedanke sehr gut ankam.

Matschbecken und Kletterparcours

Drei Brücken leiten Kinder über das Gelände, das zahlreiche Spielräume eröffnet: Bärenhöhle, Klamm, Speerwald, Steinhaufen, Kletterfelsen und vieles mehr. Für die Jüngsten bis zum Alter von etwa sechs Jahren gibt es die sogenannte Treibholzlandschaft – Robinienstämme mit ganzen Wurzeln. Sitzstämme und Findlinge gruppieren sich zu Picknickstellen, über eine Quellstein läuft Wasser in eine Holzrinne bis zu einem Matschbecken.

Für die etwas älteren Kinder ab sechs Jahren bietet sich der Spielbereich mit einem Parcours durch Kletterschlucht, über Netze und Seile bis zum sogenannten Stoßlanzenturm an, der mit seinen acht Metern Höhe die Landmarke des neuen Spielplatzes darstellt. Hangelkonstruktionen, Tau- und Doppelschaukel ergänzen das Spielangebot in ebenfalls urzeitlicher Optik. Der vom alten Spielplatz stammende Holzbär zieht in die neue Bärenhöhle ein. Wiederum aus dem für die Gegend typischen Kalkstein ist ein Sitzkreis für größere Gruppen oder Schulklassen angelegt.

Historische Bedeutung hat die Y-förmige Spielplatzbrücke, die vom Parkplatz auf das Gelände führt. An ihr erinnert ein Gedenkzeichen an die Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere an die Zwangsarbeiter im Kalksteinbruch Neandertal. Im Talgrund gelegen und vom Wasser der Düssel beziehungsweise des Mettmaner Bachs umrauscht, bietet der Spielplatz auch im Hochsommer eine angenehme Kühle. Insgesamt hat der Bau knapp zwei Jahre gedauert und etwa vier Millionen Euro gekostet.

Steinzeitspielplatz Neandertal

Eröffnung Ende Juni 2020, gegenüber vom Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann

Tags: Kreis Mettmann , Steinzeitspielplatz Neandertal

Kategorien: Freizeit , Stadtgeschehen