Freizeit

Guten Flug!

Eva-Melina Gibson-Gilljohann · 28.01.2018

© Tropical studio - stock.adobe.com

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Die Sonne lockt, aber viele Familien schrecken vor längeren Flugzeiten zurück. Tipps für einen entspannten und sicheren Flug mit kleinen Kindern.

Die Koffer sind gepackt, die Ferien können beginnen – doch für flugreisende Familien beginnt jetzt der gewagteste Teil des Urlaubs. Denn wie überstehen sie mehrere Stunden Flug mit zahnenden Babys, kletterfreudigen Kleinkindern und quengeligen Mini-Passagieren? Wir haben Tipps für einen entspannten und sicheren Flug gesammelt.

Sommer, Sonne und Palmen haben eins gemeinsam – sie sind meist einen Flug weit entfernt. Doch lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle, stundenlanges Sitzen in zu engen Sitzen und die Angst vor einem Trotzanfall in mehr als 10.000 Metern Höhe schrecken viele Eltern vor einer Flugreise ab. Dabei muss Fliegen mit Kindern gar nicht stressig sein. Das Geheimnis liegt in der richtigen Vorbereitung und Ausrüstung. Dann vergehen selbst Langstreckenflüge wortwörtlich wie im Flug.

Was muss ins Handgepäck?
Für einen entspannten Flug ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Ob kleine oder große Kinder, ein paar spannende, möglichst neue Spielzeuge und Bücher, Snacks und ausreichend Wechselklamotten sind unverzichtbar – ebenso wie Windeln, Feuchttücher, Schnuller, Trinkflasche, Nasentropfen und Milch für Babys und Kleinkinder. Praktisch ist es, jedes Gepäckstück damit auszustatten, so ist stets alles griffbereit. Tablets mit vorab installierten Apps und Filmen sparen Eltern besonders bei älteren Kindern jede Menge Nerven.

Buggys, Kinderwagen und Co. - was darf mit an Bord?
Check-in und Kofferabgabe sind erledigt, doch wie komme ich jetzt mit Kind und Kegel ans Gate? Viele Fluggesellschaften gestatten Eltern die kostenlose Mitnahme eines Kinderwagens oder Buggys. Je nach Auslastung des Flugzeugs muss man sie erst am Gate abgeben. Falls der Buggy doch am Schalter als Gepäck aufgegeben werden muss, schaffen an vielen Flughäfen Leihbuggys Abhilfe. Informationen dazu finden sich vorab auf den Internetseiten der Flughäfen. Ansonsten empfiehlt sich für kleine Kinder ein Tragesack oder -tuch.

Was sollte ich vor Abflug organisieren?
Wer mit einem Kind unter zwei Jahren fliegt, kann bei vielen Fluggesellschaften vorab ein Babybett reservieren. Dieses wird meist in der mittleren Reihe des Flugzeugs an einer der Innenwände befestigt. Im Bett finden kleine Kindern nicht nur leichter in den Schlaf, Eltern haben so auch bedeutend mehr Arm- und Beinfreiheit, denn bis zum Alter von zwei Jahren ist für das Kind in der Regel kein eigener Platz vorgesehen. Für kleine wie auch große Kinder ist es zudem wichtig, vor dem Abflug rechtzeitig spezielle Säuglings- oder Kindermenüs zu reservieren.

Wie vertreibe ich meinen Kindern die Wartezeit am Flughafen?
Ob am Check-in-Schalter oder im Flugzeug selbst, eine Flugreise verlangt von kleinen und großen Passagieren viel Geduld und Sitzfleisch. Umso wichtiger ist es, dass sich die Kinder bei jeder Gelegenheit austoben können. So haben mittlerweile viele Flughäfen – darunter auch der Düsseldorfer Flughafen – zahlreiche Spielmöglichkeiten für kleine Reisende. Auf deren Internetseiten sowie an der Flughafen-Information findet man die genauen Standorte.

Lohnt sich Priority Boarding?
Obwohl viele Airlines Familien mit Kindern beim Boarding den Vortritt lassen, empfiehlt sich dieses Angebot gerade für Eltern mit sehr aktiven Kleinkindern nicht unbedingt – denn die kleinen Passagiere müssen noch lang genug stillsitzen. Besser ist es, wenn sich Kinder vor dem Abflug noch bis zum letzten Moment austoben können. Denn dann steigen sie im Idealfall müde und zufrieden ins Flugzeug.

Wie helfe ich meinem Kind bei Start und Landung?
Besonders die jüngsten Passagiere haben beim Start und der Landung Probleme mit dem Druckausgleich. Die Folge sind drückende Ohrenschmerzen. Dagegen hilft es, beim Start und der Landung häufig zu schlucken. So sollte ein Säugling oder Kleinkind bei Start und Landung gestillt werden, etwas aus der Flasche trinken, am Schnuller saugen oder etwas kauen – zum Beispiel Rosinen. Nasentropfen vorab gegeben sorgen ebenfalls für Erleichterung.

Wie fliegen meine Kinder am sichersten?
Viele Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder an Bord – zurecht, denn bei Turbulenzen sind sie weder auf dem Schoß der Eltern noch im eigenen Sitzgurt optimal gesichert. Auch wenn unter Zweijährige oft kostenlos auf dem Schoß der Eltern mitfliegen dürfen, fliegen Babys und Kinder am sichersten in einem richtigen Kindersitz auf einem separaten Sitzplatz. Wichtig ist es, sich vorab bei der Fluggesellschaft zu erkundigen, welche Modelle erlaubt sind. Eine Alternative können tragbare, speziell für Kinder entwickelte Gurtsysteme sein. Diese sind allerdings nicht bei allen Airlines erlaubt.

Wie halte ich meine Kinder über den Wolken bei Laune?
Das Flugzeug hat seine Flughöhe erreicht, das Essen wurde serviert – und jetzt? Damit jetzt keine Langeweile aufkommt, helfen kleine Tricks und Spiele. Wichtige Helfer bei großen und kleinen Kindern können Sticker, Malzeug, neue Spielzeuge, Bücher und auch elektronische Medien sein. Dabei gilt ausnahmsweise die Devise: Keine Medienbeschränkung – alles, was den Flug angenehmer macht, ist erlaubt.

Checkliste
Reisepässe beantragen
Sitzplätze, Babybett und Mahlzeiten reservieren
Nach zugelassenen Kindersitzen erkundigen
Spielmöglichkeiten am Flughafen recherchieren
Spielzeug, Snacks, Schnuller, Trinkflasche, Wechselklamotten, Wickelsachen, Tablet packen

Buchtipp
Luca fliegt in den Urlaub, Sonja Fiedler, Ars Edition 2016, ab 2 J., ISBN 978-3-845-81437-7, Euro 11,90
Das Sachbuch erzählt von Lucas erstem Flug und erklärt die wichtigsten Fragen zum Thema Fliegen. Praktisch: Während kleine KInder von der schönen Geschichte und den Klappen profitieren, sind die Größeren damit beschäftigt, bekannte Dinge aus dem Flughafen und dem Flugzeug zuzuordnen.

Tags: Fliegen , Urlaub

Kategorien: Freizeit