Erziehung

Top-8-Tipps zum Zeugnis

Libelle · 02.07.2020

Die Zeugnisse nehmen die Schüler*innen dieses Jahr mit gemischten Gefühlen entgegen. Umso wichtiger, dass Eltern sie unterstützen.

Der Zeugnistag ist bei vielen Schüler*innen dieses Jahr noch mehr als sonst von Unsicherheiten und Zukunftsängsten geprägt: Nach monatelangem Selbstlernen zu Hause haben viele Kinder und Jugendliche das Gefühl, hinterherzuhinken und den regulären Lernstoff nicht geschafft zu haben. Das schlägt sich zwar in der Regel nicht auf dem aktuellen Zeugnis nieder, denn die Schulen sind angehalten, die Leistungen während des Homeschoolings nur zum Vorteil der Schüler*innen anzurechnen. Aber wie wird es nächstes Schuljahr weitergehen? Sind die Wissenslücken noch aufzuholen? Wann läuft auch die weiterführende Schule wieder im Normalbetrieb? Auf all diese Fragen bekommen die Kinder, die sonst klare Strukturen und Ansagen von der Schule gewohnt sind, zurzeit keine Antworten ...

Die Abschlussjahrgänge sind zudem unsicher, ob sie sich mit einem „Corona-Zeugnis“ erfolgreich bewerben können oder für den Rest ihres Lebens einen Nachteil im Lebenslauf mit sich herumtragen ... Und auch viele Eltern leiden darunter, sich fürs Homeschooling nicht ausreichend kompetent zu fühlen oder schlichtweg nicht die Zeit zu haben, ihre Kinder täglich durch den Schulstoff zu lotsen. Trotz und alledem: Jetzt heißt es erstmal aufatmen, und sechs Wochen ohne Schuldruck genießen!

Top-8-Tipps für Eltern zum Umgang mit Zeugnissen:

1. Ins Kind reindenken

Erinnere dich daran, wie es für dich selbst gewesen ist, mit dem Zeugnis nach Hause zu kommen. Was hast du selbst in dem Moment von deinen Eltern erwartet?

2. Nicht überbewerten

Eine Zeugnisnote beurteilt immer nur einen kleinen Aspekt deines Kindes und hängt auch von persönlichen Konstellationen in der Schule ab.

3. Nachfragen

Ohne direkt zu bewerten, möchte das Kind vielleicht lieber erstmal in Ruhe angehört werden, wie es ihm selbst mit dem Zeugnis geht.

4. Strategie besprechen

Überlege gemeinsam mit dem Kind, ob es im nächsten Schuljahr etwas an seinem Lernverhalten verändern
soll und kann und ob es dafür Hilfe braucht.

5. Talente aufspüren

Wenn das Kind in einem oder mehreren Fächern schlechte Noten hat, tut es ihm gut, darüber zu sprechen was es sonst alles gut kann: zu Hause, beim Sport und anderswo.

6. Druck rausnehmen

Wenn das Kind sehr gute Noten hat, sehr viel lernt und deswegen oft angespannt ist, überlege mit ihm, wie es selbst Druck rausnehmen kann.

7. Beratung annehmen

Auch Eltern können sich beraten lassen! Wer sich mit dem Thema „Zeugnisse“ überfordert fühlt, findet unten die Nummer zum Beispiel vom Elterntelefon.

8. Missstände aufdecken

Zeigt das Kind eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder gar Lernverweigerung? Dann ist es wichtig, die Ursachen dafür herauszufinden, zum Beispiel Mobbing.

 

Nummer gegen Kummer

Deutscher Kinderschutzbund Düsseldorf

  • Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“: 116111
    Montag bis Samstag, 14 bis 20 Uhr, Montag, Mittwoch und Donnerstag, 10 bis 12 Uhr

  • Onlineberatung für Kinder und Jugendliche unter www.nummergegenkummer.de
    Chat: Dienstag und Freitag, 10 bis 12 Uhr, Mittwoch und Donnerstag, 15 bis 17 Uhr
    E-Mail-Beratung rund um die Uhr erreichbar

  • Elterntelefon: 0800 111 0 550
    Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 17 bis 19 Uhr

Alle Beratungsangebote sind kostenlos und vollkommen anonym. Die Ehrenamtlichen hören zu und helfen auch bei Schulsorgen, Notenstress oder Zukunftsängsten.

www.kinderschutzbund-duesseldorf.de

Tags: Beratung , Kinderschutzbund , Zeugnis

Kategorien: Erziehung , Stadtgeschehen