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Freche Mädchen 2 Drucken E-Mail

Kinostart: 5. August

Was „Sex and the City“ für die Mama ist, ist „Freche Mädchen“ fürs Töchterlein. Mehr als eine Million Besucher sahen den ersten Teil 2008 im Kino. In der Fortsetzung dreht sich in der Welt der Neuntklässlerinnen nur noch alles um das andere Geschlecht: Er liebt mich, er liebt mich nicht – so könnte man die Handlung der Fortsetzung zusammenfassen.

 

Mittlerweile besuchen Mila, Hanna, Kati & Co. die 9. Klasse der Gesamtschule Wuppertal. Vom schulischen Alltag ist in diesem Film allerdings kaum etwas zu sehen. Es geht vielmehr um das einzige, was hormongesteuerte Neuntklässler scheinbar im Kopf haben: das andere Geschlecht. Einen festen Freund haben die Mädchen inzwischen alle, doch damit ist es nicht getan.
Dazwischen gibt es  etwas DSDS-Feeling - Hanna übt fleißig, um ein Song im Studio aufzunehmen und die Jungs aus der Klasse rappen und beatboxen bei jeder Gelegenheit. Und etwas GNTM-Glamour darf auch nicht fehlen - Kati wird von einer Casting-Agentin entdeckt und für ein Mode-Shooting engagiert. Ganz klar:. Popstar, Model oder Rapper – welche anderen Ziele könnten Kids denn heute noch haben?

 

Aber zurück zur Liebe: Mila liebt also Markus, Hanna liebt Branko und Kati liebt Tobi. Doch da ist auch noch Vanessa, die Markus sexy findet, Mila wird bei Antonys Mitternachts-Crèpes schwach und Kati schwärmt nach dem Shooting für Model Robert, der sogar schon einen eigenen Geländewagen fährt. Das Leben von 15-Jährigen ist nun mal ganz schön kompliziert!

 

Am Ende ist die Pärchenkonstellation zwar wieder wie am Anfang doch vorher werden haufenweise SMSen versendet und jede Menge kleine Dramen gespielt und überstanden.

 

Ein Lichtblick in diesem Film ist die Klassenfahrt in eine bayrische  Heidi-Idylle. Der Schulchor verbringt ein Hütten-Woche in den Alpen, um für die Jahresabschlussfeier zu proben. Hier blitzt Ironie durch wenn wir Szenen mit Heimatfilm-Romantik präsentiert bekommen, gepaart mit den Dialogen und das Gebärden heutiger Kids. Wenn der Berg ruft, dann nur, weil es auf seinem Gipfel Handyempfang gibt.

 

Armin Rohde als cholerischer Mathelehrer Rumpelstilzchen und Tom Gerhardt als verträumter Musiklehrer Nickel liefern einige der lustigsten Szenen des Films. Durch ihr streckenweises  übertriebenes Chargieren erinnern die zwei Pädagogen an unvergessliche Lehrer-Typen aus der eigenen Schulzeit.  So sehr man sie gehasst hat, am Ende haben sie einen doch gut getan. Und so ist einer der schönsten Szenen des Films die, in die der Schulchor am Ende das mit Lehrer Nickel in den Bergen eingeübte Lied einstimmt. Da können Rapper, Hip-Hopper, seichte Poplieder-Trällernde einpacken. Adomako


 

Regie: Ute Wieland
Mit: Emilia Schüle, Selina Shirin Müller, Henriette Nagel, Christina Pfeifer, Barbara Schöneberger, Armin Rohde, Tom Gerhardt u.v.m.
FSK. Ohne Altersbeschränkung freigegeben, Libelle-Empfehlung: ab 12 Jahren

 

 
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